© Dr. Max Brändle
Über 140 Teilnehmer waren am 30. Mai bei strahlendem Sonnenschein in die Handelskammer Hamburg gekommen, um über das Thema Bahnverkehr im Norden zu diskutieren. Eingeladen hatte der Managerkreis Nord-Ost der Friedrich-Ebert-Stiftung, für den ich die Leitung der Veranstaltung übernehmen durfte.
Der Bahnverkehr im Norden der Bundesrepublik steht seit langem im Fokus, weil durch den rasanten Zuwachs in den norddeutschen Häfen Hamburg und Bremen, die beide Eisenbahnhäfen sind, die Kapazitäten auf der Schiene nicht mehr ausreichen. Die Wirtschaftskrise hatte hier nur eine kurze Erholungspause gebracht, denn der Hamburger Hafen wird 2011 annähernd wieder an die Rekordumschlagzahlen von 2008 heranreichen – Tendenz kräftig steigend.
So war klar, dass nach den Eingangsstatements des Staatsekretärs Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium und des ehemaligen schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Bernd Rohwer die Diskussion schnell auf die Schwachpunkte in der norddeutschen Eisenbahnstruktur kommen musste: nicht ausgebaute Knotenpunkte in Hamburg und Hannover, fehlende Nord-Süd- und Ost-West Verbindungen, sowie der Ausbau Richtung Skandinavien im Zuge der festen Fehmarnbelt-Querung.